Wow, das war nicht einfach nur eine Rede von Didine van der Platenvlotbrug zum Weltfrauentag 2026. Das war ein Schlag in die Magengrube. Ein Weckruf. Ein „Jetzt reicht’s“.
Ich hätte sie so gerne live gehört. Beim Lesen war ich gleichzeitig wütend, traurig und verdammt nochmal motiviert.
Du kennst Didine van der Platenvlotbrug noch nicht?
Dann wird’s Zeit.
Didine van der Platenvlotbrug ist eine queere Aktivistin, Queer Mum, Speakerin und Stimme für die Themen, die gerade nicht verhandelbar sind:
Selbstbestimmung, Solidarität und eine offene Gesellschaft.
Mit dem Projekt Kompliz*in setzt sie ein klares Zeichen gegen Spaltung – und für das, was uns eigentlich stark macht: Zusammenhalt.
Ihre Worte sind direkt, unbequem und notwendig.
Keine leeren Phrasen, sondern Haltung.
Wenn du verstehen willst, warum „Kompliz*in sein“ gerade wichtiger ist denn je – hör Didine zu, wo immer sie etwas zu sagen hat.
Dieses „Rollback“ ist längst Realität
Wir tun ja oft so, als wäre das alles noch Entwicklung, Debatte, Diskurs. Ist es nicht.
Queere Menschen werden angegriffen. Trans* Personen werden politisch zerlegt. Körper werden wieder verhandelt, als wären sie Besitz. Und das passiert nicht irgendwo im Verborgenen, sondern ganz offen.
„Nicht heimlich. Sondern öffentlich. Geduldet. Gewollt. Inszeniert.“
Das sitzt. Und es soll auch sitzen. Denn ganz ehrlich: Dieses vorsichtige Drumherumreden bringt uns halt genau gar nichts mehr.
Spaltung ist gewollt – und wir spielen sie zu oft mit
Was mich an der Rede besonders trifft: Sie legt den Finger in die Wunde, die wir so gerne selbst ignorieren.
Dieses ewige Gegeneinander – Queers gegen Feministinnen, trans* Menschen gegen cis Frauen, Migrant*innen gegen „Einheimische“, arm gegen noch ärmer. Und ja, das passiert nicht zufällig. Das ist gewollt.
Und wir? Tappen da viel zu oft rein.
„Doch wir sagen: Nicht mit uns.“
Das ist kein netter Satz. Das ist eine Entscheidung.
Wut ist keine Schwäche – sie ist Energie
Ich liebe diesen Teil der Rede wirklich.
„Unsere Wut ist nicht das Problem. Sie ist der Anfang von Resistance. Von Power.“
Uns wurde viel zu lange eingeredet, dass wir „zu laut“, „zu emotional“, „zu viel“ sind. Gerade als queere Community. Gerade als FLINTA*. Gerade dann, wenn wir unbequem werden.
Aber vielleicht ist aber das unsere Stärke.
Und wenn du dir aktuelle queere Musik anhörst, dann hörst du das überall: diese Wut, diese Klarheit, dieses „Ich halt jetzt nicht mehr die Fresse“.
Haltung ist kein Instagram-Filter
Was die Rede auch glasklar macht: Du kannst nicht neutral sein, wenn Menschenrechte angegriffen werden.
Wenn trans* Rechte angegriffen werden, reicht kein „Ich supporte euch“. Dann musst du daneben stehen. Wenn reproduktive Rechte angegriffen werden, reicht kein Like. Dann musst du Haltung zeigen. Wenn Migration kriminalisiert wird, reicht kein Schweigen. Dann musst du laut sein.
„Wenn eine von uns nicht mehr sicher ist — ist es niemand.“
Und ja, das ist radikal. Aber vielleicht ist gerade das nötig.
Demokratie heißt Schutz, Raum und Würde
Ein Satz, der ebenfalls bei mir hängen geblieben ist:
„Demokratie ist Schutz. Demokratie ist Raum. Demokratie ist Würde.“
Und ich dachte nur: Ja. Genau das. Und das bröckelt gerade gewaltig an so vielen Stellen.
Deshalb ist dieser Zusatz so wichtig: Würde ist nicht verhandelbar. Nicht für Debatten, nicht für Talkshows und ganz sicher nicht für irgendwelche „Ja, aber“-Diskussionen.
Wir sind viele – wenn wir uns nicht klein machen lassen
„Ich habe keine Angst mehr. Denn ich bin nicht allein.“
Weil das eigentlich das ist, was uns genommen werden soll: Sicherheit, Gemeinschaft, das Gefühl, dass wir viele sind.
Aber wir sind viele und da kommt dieses Wort wieder ins Spiel: Kompliz*innen.
Nicht im Sinne von Mitläufer*innen, sondern im Sinne von: Ich steh neben dir. Punkt.
Auch Musik braucht Haltung
Ich hab keinen Bock mehr auf unpolitische Playlists.
Musik war nie unpolitisch. Sie wurde nur oft bequem gemacht. Gerade in queeren Spaces passiert aber gerade richtig viel: Artists, die Haltung zeigen, die sich positionieren, die nicht mehr everybody’s darling sein wollen.
Das passt exakt zu dem, was Didine sagt: Wir sind nicht nur Protest. Wir sind das Gegenkonzept.
Fazit: Du musst dich entscheiden
Die Rede ist kein „Kann man mal drüber nachdenken“. Sie ist ein klares: Wo stehst du eigentlich?
„Wir sind Kompliz*innen der Freiheit. Kompliz*innen der Würde. Kompliz*innen der Zukunft.“
Und jetzt mal ehrlich:
Bist du das auch?
Oder bleibst du lieber bequem?
Das wunderbare Kompliz*in T-Shirt gibt es übrigens bei Elternhaus aus Hamburg, dort könnt ihr auch einen Auszug aus der ganzen Rede lesen.
Das kann als Werbung angesehen werden, ist unbezahlt und aus voller Überzeugung.
