Migati steht für Nächte, die sich nicht entscheiden wollen, ob sie Club, Kunst oder Eskapismus sind. Für Songs, die sich nicht glattziehen lassen. Für Momente, in denen du kurz vergisst, wer du sein sollst und einfach bist.
Sein Sound trägt Spuren von NDW, trifft auf elektronische Kanten, bleibt dabei immer eigen. Mal druckvoll, mal verspielt, dann wieder fast fragil. Auf der Bühne wird daraus mehr als Musik. Da ist Bewegung, da ist Haltung, da ist dieses leise Aufbegehren gegen alles, was zu eng ist.
Einer der Songs, der mich dabei immer wieder abholt, ist „Cornern“.
Da steckt so viel Gesellschaftskritik drin. Wären die Hecke schon brennt, zünden wir uns daran noch unsere Zigarette an. Und dann kann man dazu auch noch super tanzen. Love it!
Hamburg ist sein Zuhause, aber sein Kosmos geht längst darüber hinaus.
„Delulu Town“ existiert aktuell als erstes Manuskript. Noch nicht fertig, noch nicht veröffentlicht. Statt direkt den klassischen Weg zu gehen, passiert gerade etwas viel Näheres.
Migati testet seine Geschichte bei Lesungen. Direkt vor Publikum. Direkt im Raum.
Er kommt aus der Musik und nutzt genau das, was er kennt. Reaktionen, Stimmungen, dieses unmittelbare Feedback. Was funktioniert, was trägt, wo etwas kippt.
Danach geht er nochmal rein. Überarbeitet, feilt, schiebt, lässt Dinge wachsen.
Erst im nächsten Schritt soll das Manuskript an Verlage und Agenturen gehen.
Und ganz ehrlich, ich wünsche ihm von Herzen, dass er dort den richtigen Platz findet. Er hat es verdient.
So ein Prozess kostet Kraft.
Das merkt man auch daran, dass die Musik zeitweise etwas leiser geworden ist.
Still war es aber nie.
Im Sommer steht Migati wieder auf der Bühne. Weniger vielleicht als in anderen Jahren, aber präsent.
Die Termine findet ihr hier.
Und während das Buch weiter Form annimmt, entsteht parallel neue Musik.
Wenn alles klappt, soll im Winter etwas Neues kommen.
Was dieses Jahr fehlt, ist das Rosa Pferdchen Festival.
Solche Räume hinterlassen Lücken, sobald sie wegfallen. Orte, an denen Community sichtbar wird und sich entfalten kann.
Wenn es im nächsten Jahr zurückkommt, bin ich wieder dabei.
Mit Migati verbinde ich auch einen persönlichen Moment.
Mein erstes Interview für MUSICSPOTS war mit ihm.
Wir waren beide nervös und haben uns eher vorsichtig durch das Gespräch bewegt. Kein perfekter Ablauf, eher ein ehrlicher Anfang.
Und vielleicht bleibt genau das hängen. Dieses Gefühl, dass Dinge wachsen dürfen.
Und nun freue ich mich auf das Buch und neue Musik.
Ihr werdet es hier erfahren, sobald es Neuigkeiten zu Migati gibt.