Warum ich diesen Blog schreibe

Ich bin Andreas.
Ich bin jemand, der mit Musik aufgewachsen ist, ohne es damals groß zu hinterfragen. Im Auto meiner Mutter lief immer Musik. Am liebsten Kassette. Dieses Ding, das man mit einem Bleistift zurückspulen konnte. Wow, das ist lange her.

Musik war einfach da. Immer. Und irgendwann war sie mehr als nur Hintergrund. Sie wurde ein Ort. Ein Rückzugsort. Ein Raum, in dem ich mich wiederfinde, mich verliere und manchmal auch Dinge verstehe, für die ich sonst keine Worte habe.

Ich bin aber nicht nur jemand, der Musik hört. Ich bin jemand, der fühlt, was da passiert. Der hinschaut. Der sich fragt, wer da eigentlich auf der Bühne steht, wer nicht gesehen wird und warum.

Und genau da wird es für mich spannend.

Was mir Musik bedeutet

Gerade queere Musik bedeutet für mich unglaublich viel. Weil sie Räume schafft, die wir im Alltag oft nicht haben. Weil sie Perspektiven zeigt, die sonst untergehen. Weil sie laut ist, unbequem, verletzlich, stolz und manchmal alles gleichzeitig.

Wir sind als queere Community oft am Rand. Müssen sichtbarer sein, lauter sein, uns immer wieder erklären. Und gleichzeitig entsteht genau daraus etwas unglaublich Kraftvolles. Musik ist ein Teil davon.

Sie verbindet uns. Sie gibt uns Sprache. Und sie gibt uns diesen einen Moment, in dem wir nicht erklären müssen, wer wir sind.

Wie ich zum Schreiben gekommen bin

Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich mal über Musik schreiben würde.

Und dann kam Caro von MUSICSPOTS.

Sie hat gesehen, dass da mehr ist als nur jemand, der Musik hört. Sie hat mir die Chance gegeben, darüber zu schreiben. Mich ernst genommen, mich gefördert und mir Türen geöffnet. Dafür bin ich unglaublich dankbar und natürlich werden wir weiterhin gemeinsam unterwegs sein, denn Caro und ich waren und sind ein super Team.

MUSICSPOTS ist ein starkes Musikmagazin mit Fokus auf Pop, Soul, Funk, Blues, HipHop & Pop Rock. Ich habe dort viel gelernt und bin gewachsen.

Und gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mein Zugang zu Musik noch persönlicher ist. Dass ich anders schreibe. Mehr aus mir heraus.

Warum es jetzt QUEERDURCHSLAND music gibt

Ich möchte Künstler*innen eine Bühne geben, die oft nicht im Mittelpunkt stehen. Queere Artists, neue Stimmen, DIY-Projekte, elektronische Musik, Indie, Pop, Rap – alles, was sich nicht immer sofort einordnen lässt.

Ich möchte über Musik schreiben, die etwas mit mir macht. Und vielleicht auch etwas mit euch.

Nicht jede Empfehlung muss euch gefallen. Aber vielleicht bringt sie euch dazu, einmal kurz stehen zu bleiben und zuzuhören.

Denn genau darum geht es: Sichtbarkeit. Austausch. Support.

Wir als Community sind stark, weil wir uns gegenseitig tragen. Und manchmal reicht es schon, einem Song eine Chance zu geben.

Und jetzt?

Wenn ihr Lust habt, euch durch neue Musik zu hören, Perspektiven zu entdecken und vielleicht auch mal euren eigenen Geschmack ein bisschen zu hinterfragen, dann bleibt gerne hier.

Und wenn ihr selbst Musik macht, Konzerte organisiert oder das Gefühl habt, dass etwas unbedingt gehört werden sollte:

Schreibt mir.

Ich freue mich über Austausch, Empfehlungen und deine Musik.

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwo zwischen Bühne, Bass und diesem einen Moment, der bleibt.

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